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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ja, der Bericht über die Entwicklung der Finanzwirtschaft im Verlauf des Jahres 2018, den ich in der letzten Gemeindevertretersitzung gegeben habe, birgt eine positive Überraschung, mit der bei der Aufstellung des Haushaltsplanes 2018 zum Jahresbeginn nicht gerechnet werden konnte. In die Planungsdaten werden – entsprechend vorsichtiger kaufmännischer Bewertung – die des Vorjahres zugrundegelegt. Jetzt, ein dreiviertel Jahr später, zeigt sich dass wir damit beim Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer und bei der Grundsteuer B goldrichtig lagen, nicht aber bei der Gewerbesteuer. Hier ist das Aufkommen überproportional gestiegen, das heißt die Geschäfte einiger Guxhagener Firmen laufen blendend. Das bedeutet Nachzahlungen in erheblicher Höhe und damit verbunden Anpassung der Vorauszahlungen auf das höhere Niveau. Waren wir bei der Aufstellung des Haushaltes Anfang des Jahres von ca. 3,7 Mio € Gewerbesteuer ausgegangen, so werden wir nach heutigen Erkenntnissen etwa 1,8 Mio € mehr erhalten, der Ansatz wird auf 5,550 Mio € steigen. Natürlich steigt damit auch die von uns zu entrichtende Gewerbesteuerumlage um 328.000 € auf 1,948 Mio. Dennoch verbleiben uns rund. 1.470 Mio €, die zur Finanzierung der geplanten Investitionen zur Verfügung stehen und damit die Kreditaufnahme verringert. Das wird wahrscheinlich dazu führen, dass wir im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs in 2019 keine Schlüsselzuweisungen erhalten. Trotzdem sollten wir nicht übermütig werden. Wenn sich die Konjunktur abschwächt, geht es andersherum. Dann müssen wir zu viel gezahlte Gewerbesteuer an die Betriebe zurückzahlen und die Vorauszahlungen reduzieren. Diese Entwicklung in unserer Gemeinde ist überaus erfreulich und lohnt einen Blick auf unsere Gemeindedaten aus der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit. So verzeichnen wir in Guxhagen per 30.06.2017 2119 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Davon sind 1136 Männer und 983 Frauen. Guxhagen ist Arbeitsort für 1759 Menschen, von denen 276 auch hier wohnen. 1.482 Personen kommen von außerhalb um hier zu arbeiten, (Einpendler) 1843 Menschen aus Guxhagen arbeiten außerhalb Guxhagens. (Auspendler) Die Anzahl der gemeldeten Betriebe beträgt 120. Die beiden größten Arbeitgeber sind die Spedition Kördel und Satorius mit zusammen fast 1000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. Die Arbeitslosigkeit ist weiter zurückgegangen. Nicht nur im Bundes – Land – und Kreisdurchschnitt, sondern auch in unserer Gemeinde. So verzeichnen wir in der offiziellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit im August 2018 in Guxhagen nur 60 Arbeitslose. 6 sind unter 25 Jahre, 18 sind 50 Jahre und älter, 12 älter als 55 Jahre, darunter sind 8 Ausländer. Im gesamten Schwalm-Eder-Kreis sind 3.149 Personen arbeitslos gemeldet. Seit der Gebietsreform 1970-72 gibt es in Hessen 21 Landkreise und 426 Kommunen. 121 davon haben unter 5000 Einwohner, 43 unter 3000 Einwohner, 89 und dazu zählen wir auch, haben 5 bis 7.500 Einwohner, 50haben bis unter 10.000 Einwohner. Das Gros nämlich 166, zählt über 10.000 Einwohner. Nach Meinung des Hess. Landesrechnungshof liegt die Mindestgröße für eine effiziente Verwaltung bei 8000 Einwohnern. Aber diese Größe – wie auch immer festgelegt schützt nicht vor Verschuldung, wie die Liste der 100 hessischen Landkreise, Städte und Gemeinden zeigt. Es sind überwiegend nicht die kleinen, sondern die Größeren, die über ihre Verhältnisse gewirtschaftet haben. In 2012 zu Beginn der Aktion, hatten die Kommunen 7,50 Milliarden € an Kassenkrediten angehäuft. Das waren praktisch Überziehungskredite, nicht für Investitionen, sondern um zahlungsfähig zu bleiben. Begünstigt durch die gute Konjunktur konnten viele Schutzschirmkommunen, so auch Kassel, wesentlich früher als geplant, den Schutzschirm verlassen. 33 konnten, nach 3 hintereinander folgenden ausgeglichenen Haushalten in 2017 aus dem Schutzschirm entlassen werden. Dieser Trend hat sich auch in 2018 fortgesetzt. Das Land hat einen Großteil der kommunalen Schulden in Höhe von 3,2 Milliarden € übernommen und diese sollen in den nächsten 30 Jahren getilgt werden. Eine Verpflichtung, an der noch einige Landesregierungen und auch die betreffenden Kommunen zu knabbern haben werden. Entschuldung gibt es nicht zum Nulltarif. Zur Rückzahlung müssen die Kommunen 25 € pro Kopf (Einwohner) erwirtschaften und an das Land abführen. Zu hoffen bleibt, dass nicht nur in den Schutzschirmgemeinden die konsequente Umsetzung der Entschuldung auch zu einer geänderten Denkweise in Richtung einer nachhaltigen und generationsgerechten (Finanz) – Politik beigetragen hat. Aber auch, dass nur eine langfristige weitergehende Reform der Kommunalfinanzen unter strikter Anwendung des Konnexitätsprinzips den Städten und Gemeinden die Mittel verschafft, um auskömmlich wirtschaften zu können. Denn sonst bleibt das geflügelte Wort von einer „Stärkung des ländlichen Raums“ nur eine hohle Phrase.

Wir alle wohnen gerne auf dem Land. In Strukturen, die es ermöglichen, dass man sich noch kennt. So wie z. B. unser Senioren Nachmittag am letzten Freitag, wie gewohnt im Bürger-saal. Gut 170 Mitbürgerinnen und Mitbürger über 70 Jahre waren unserer Einladung gefolgt und konnten ein buntes Programm genießen, das noch ausreichend Zeit und Gelegenheit zum Schnuddeln ließ. 25 Kinder aus allen Gruppen unserer Kita Sonnenwiese mit Frau Hügly-Boland eröffneten, das Programm und die vielen anwesenden Eltern, Großeltern, zum Teil aus anderen Gemeinden angereist, waren aufgeregter als die kleinen Akteure. Leider musste ich unseren Ortsvorsteher Konrad Rysiewski entschuldigen, wie auch meinen Vertreter den1. Beigeordneten Bernd Hohlbein. Beide mussten sich operativen Eingriffen unterziehen und befinden sich in einer Reha-Maßnahme. Dafür waren die Anwesenden umso munterer, einschließlich Frau Antonie Gießler, die mit 91 Jahren und Herr Walter Pflüger, der mit 90 Jahren die ältesten Teilnehmer waren. Danke den Männern des Gesangvereins Albshausen, Körle, Schwarzenberg, Frau Natalie Bachmann von der Musikschule Schwalm-Eder Nord und Brigitte Wagner mit ihrem Vortrag auf „Platte“. Es hat richtig Spaß gemacht – vor allem das gemeinsame Singen!

So, der Sommer geht als Spätsommer in die Verlängerung und Wollrode freut sich auf seine 70. Zeltkirmes am kommenden Wochenende. Man sieht sich! Bis dahin eine gute Zeit





Ihr Bürgermeister Edgar Slawik

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