Pressemitteilung
Die Bürgerinitiativen aus dem Bereich an der Strecke Wahle-cklar trafen sich in Kassel, um nach dem eröffneten Raumordnungsverfahren durch den Vorhabensträger -die Firma Transpower -
über das weitere Vorgehen zu beraten. Dabei wurden zentrale Forderungen aufgestellt:
1.) Bei der Planung der Stromleitung darf der Mensch nicht zu kurz kommen
Das Schutzgut „Mensch“ muss bei der Raumordnungsplanung und der anschließenden Planfeststellung einen höheren Status wie Wirtschaftlichkeit, Natur und Gewinnstreben erhalten. Um wichtige Naturschutzgebiete wird richtigerweise ein großer Bogen gemacht, gleichzeitig wird bisher in Kauf genommen, dass Menschen über Jahrzehnte die störenden Einflüsse (u.a. auf die Gesundheit, auf die Landschaft) aushalten müssen.
2.) Das Erdkabel wird für die gesamte Strecke Wahle-Mecklar gefordert
Die BI’s fordern weiterhin eine Erdverkabelung entlang der gesamten Strecke. Das St. Floriansprinzip wird abgelehnt. Nur so kann gewährleistet werden, dass alle Menschen an dieser Leitung und entlang den tausenden, in Zukunft noch geplanten Leitungskilometern gleichermaßen „geschützt“ werden. Nach Meinung der Bi’s stellt die Gleichstromtechnik aufgrund der vor allem auf längeren Strecken geringeren Verluste und der aum vorhandenen Strahlung dabei die innovativste und menschen- freundlichste Alternative dar.
3.) Die BI’s fordern die Untersuchung einer Variante C in Hessen
Alle bisher vorgestellten Varianten ordnen den Raum dergestalt, dass Menschen über Gebühr in Mitleidenschaft gezogen werden. Ganze Landstriche werden „verschandelt“, Ortschaften unansehlich, Menschen in ihrer Existenz bedroht und Häuser und Grundstücke entwertet. Die Betrachtung einer menschenfreundlichen Variante C ist nötig. Die BI’s fordern deshalb die Verlegung eines Erdkabels entlang vorhandener Verkehrsinfrastruktur, wie sie durch verschiedene Autobahnen oder durch andere bereits vorgegeben ist. Unterschiedliche Planungszuständigkeiten und gegenläufige Vorschriften müssen hier im Sinne einer menschenverträglichen Raumodnung gegebenenfalls neu definiert werden. Dabei werden die Raumordnungsbehörden aufgefordert, ihre Bewertungskriterien offen zu legen.
Die BI’s fordern alle Betroffenen auf, Einsprüche zu dem bevorstehenden Raumordnungsverfahren zu formulieren. Die zuständige Gemeinde nimmt diese gerne entgegen und bringt sie formgerecht zu Papier. Unterstützung erhalten Betroffene auch von der in Ihrem Raum aktiven Bürgerinitiative.
V.i.S.d.P.
Bernd Kördel Bürgerinitiative „Keine 380 kv-Freileitung im Schwalm-Eder-Kreis“ Am Glücksberg 9 34302 Guxhagen-Wollrode Tel: 01712276271
Informationen, Vorlagen und Formulare
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